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Metropolit Hilarion: die Kirchen sollen originelle…

Metropolit Hilarion: die Kirchen sollen originelle Entscheidungen treffen

Vor Ergebnissen des in Afrika stattgefundenen Synodes des Patriarchats von Alexandria nannte das Patriarchat von Konstantinopel die Bildung von Exarchat der Russischen Orthodoxen Kirche in Afrika “antikanonisch” und sprach sich über den “Wiederaufbau der kanonischen Ordnung” auf dem Kontinent aus. Über die Reaktion der Russischen Orthodoxen Kirche darauf und andere ähnliche Erklärungen, die Spaltung und neuen Gegebenheiten in globaler Orthodoxie sowie über die Wichtigkeit die Spaltung in der Ukraine zu überwinden erzählte im Interview RIA Nachrichten der Vorsitzende der Abteilung für kirchliche Außenbeziehungen des Moskauer Patriarchats der Metropolit von Wolokolamsk Hilarion.

- Gebieter, wie können Sie die Erklärungen des Patriarchats von Alexandria und Konstantinopel und im Einzelnen den Aufruf “die kanonische Ordnung in Afrika wiederaufzubauen”?

- Das Patriarchat von Konstantinopel lebt in einer parallelen Realität, die es durch seine Handlungen in der Ukraine geschaffen hat. Wir erwarten den Wiederaufbau der kanonischen Ordnung in der Ukraine und dann kann man anfangen über den Wiederaufbau der kanonischen Ordnung in der ganzen Orthodoxie zu reden. Die gegenwärtige Situation in Afrika ist die direkte Folge der Handlungen des Patriarchen von Konstantinopel Bartholomäus, die die Legalisierung der ukrainischen Spaltung, die “Wiedereinsetzung” der Leute, die nie zum Priester geweiht worden sind, betreffen.

In globaler Orthodoxie wird die Situation vom kanonischen Chaos als Folge der einseitigen und der Russischen Kirche gegenüber feindlichen Handlungen des Patriarchen von Konstantinopel geschafft. In dieser Situation, bevor die kanonische Ordnung in den ganzen Orthodoxie nicht wiederaufgebaut wird, bevor Konstantinopel auf den Dialog verzichtet und den Monolog mit den Anordnungen wie zum Beispiel «Roma locuta, causa finita» führt, sollen die Orthodoxen Kirchen jetzt und späterhin die originellen Entscheidungen treffen.

- Warum hat die Russische Orthodoxe Kirche beschlossen das Exarchat in Afrika zu bilden?

- Der Heilige Synod unserer Kirche hat beschlossen das Exarchat von Afrika nicht dafür zu bilden, um die Mission des Patriarchats von Alexandria zu zerstören oder einige seine Diözese abzutrennen. Die Russische Kirche braucht das nicht und interessiert sich nicht dafür. Wir haben keine feindlichen Gefühle entweder Patriarchen Theodorus noch irgendeinem von Bischöfen des Patriarchats von Alexandria gegenüber.

Im Gegenteil haben wir immer solche Unterstützung der kanonischen Orthodoxie in der Ukraine geschätzt, die Patriarch Theodorus bis zum Jahre 2018 kontinuierlich bot. Wir versuchten dem Patriarchat von Alexandria die nötige Hilfe zu leisten, auf seinem Territorium bildeten wir keine Diözesen, obwohl viele in den verschiedenen Ländern von Afrika lebende russischsprachige Gläubigen uns darüber baten. Aber nachdem Patriarch Theodorus das Totengedenken des Spaltungsführers angefangen und den Gottesdienst zusammen mit den Spaltern gehalten hatte, gab es eine beispiellose Situation, die dazu geführt hat, dass die afrikanischen Geistlichen im Unterschied zu ihrem Patriarchen die Spaltung nicht anerkennen möchten und sich an den Patriarchen von Moskau wendeten. Wir beeilten uns nicht mit dieser Entscheidung einverstanden zu sein, wir warteten zwei Jahre. Aber denn die Position von Patriarchen Theodorus hat sich nicht geändert und niemand von den Bischöfen des Patriarchats von Alexandria hat ihr Nichteinverständnis mit dieser Position zum Ausdruck gebracht, meinten wir, dass wir solche Geistlichen, die den Patriarchen von Moskau über die Aufnahme in die Zuständigkeit der Russischen Kirche baten, nicht mehr verweigern können. Und der Grund hier ist derselbe wie der Grund die Beziehungen zum Patriarchen von Alexandria abzubrechen.

- Was ist die Antwort der Russischen Kirche auf die Erklärungen der Patriarchate von Alexandria und Konstantinopel?

- Sie waren wie zu erwarten, aber denn niemand wendete sich an uns, wird die Antwort nicht vermutet. Meiner Meinung nach, ist der Weg des Austausches der Erklärungen ganz sinnlos und perspektivlos. Entweder man muss über die Regeln auf der interorthodoxen Ebene verhandeln, oder jede Landeskirche ist auf sich selbst gestellt und trifft die eigenständigen Entscheidungen.

Vor kurzem erinnerte noch einmal an die Notwendigkeit solches Dialogs auf der interorthodoxen Ebene der Erzbischof von Albanien Anastasios, der viele Jahre der Mission auf dem afrikanischen Kontinent gewidmet hat. Ich lasse mich seine Erklärung anführen: “Seit dem Anfang der kirchlichen Krise in der Ukraine betonten wir sowohl mündlich als auch schriftlich, dass Zeit die kirchlichen Brüche und Spaltungen nicht heilt, sondern im Gegenteil sie vertieft und zementiert. Die jüngste Entscheidung des Patriarchats von Moskau das Exarchat auf dem afrikanischen Kontinent zu bilden bestätigt den Ursprungsverdacht… In Zukunft werden einfache Afrikaner zur Orthodoxie zwei orthodoxe Patriarchate auffordern, die keine Gemeinschaft in den Sakramenten haben”. Der Meinung des Vorstehers der Kirche von Albanien “geht es hier um die schmerzhafte Entwicklung”. Laut seinen Worten “erinnert die Behauptung darüber, dass es keine Spaltung in Orthodoxie, sondern nur einige Meinungsverschiedenheiten gibt, an die Theorie, dass es keinen Coronavirus gibt”. Erzbischof Anastasios schlägt vor “die Behandlungsart und Verwendung der Impfstoffe zu besprechen, die von der Apostolischen Überlieferung verschrieben werden: das sind Frieden und Versöhnung”.

- Ist die Russische Kirche bereit den Dialog mit allen Landeskirchen über das Problem der Spaltung zu führen?

- Wir sind immer zum Dialog bereitet gewesen. Mit dem Ziel die gefährliche Entwicklung zu verhindern fuhr der Heiligste Patriarch Kyrill nach Istanbul im August 2018, traf sich mit Patriarchen Bartholomäus, warnte vor den gefährlichen und katastrophalen Folgen der möglichen Handlungen der Legalisation von der Spaltung in der Ukraine. Leider hat es nicht geholfen. Mit dem Ziel der Besprechung der entstandenen Probleme auf der interorthodoxen Ebene berief der Seligste Patriarch von Jerusalem Theophilus im Februar 2020 die Beratung in Amman ein, und der Heiligste Patriarch Kyrill beteiligte sich an dieser Beratung.

- Welchen Austritt aus der Krise sehen Sie?

- Der Weg zur Wiederherstellung der Einheit und Heilung der geschlagenen Wunden liegt durch die Rückkehr zur Situation, die bis Herbst 2018 war,- zur Situation, als sich die Orthodoxen Kirchen berieten und als in Übereinstimmung mit den Kanons “Erster” nichts ohne Einwilligung von anderen machte und andere unter Vorsitz “des Ersten unter Gleichen” zusammen die Entscheidungen trafen. Jetzt haben wir “Erster ohne Gleiche” und Monolog wird als Kommunikationsart anstatt Dialogs gewählt. Die Folgen dieser fehlerhaften Taktik sind offenbar.
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