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Metropolit Hilarion: der Patriarch von Konstantinopel hat den orthodox- katholischen Dialog in Verlegenheit gebracht

Das Ende Juni stattgefundene Treffen des Römischen Papstes Franziskus mit der Delegation des Patriarchats von Konstantinopel mit dem Metropoliten von Chalkidonien Emmanuil an der Spitze hat zu der neuen Welle der Besprechungen von den Perspektiven der Vereinbarung zwischen Fener und Vatikan über die “Vereinigung” von den Katholiken und Orthodoxen geführt.

Als der Vorsitzende der Abteilung für kirchliche Außenbeziehungen des Moskauer Patriarchats der Metropolit von Wolokolamsk dieses Thema auf Bitten von der Moderatorin der Sendung “Kirche und Welt” E. Grachewa kommentierte, erwähnte er davon, dass das Treffen selbst jährlich sei: am Fest der Heiligen Peter und Paulus nach dem westen Kalender fahre die Delegation des Patriarchats von Konstantinopel nach Rome und treffe sich mit dem Römischen Papst.
Was die immer öfter klingelnden Aussagen von Fener über die baldige Vereinigung mit den Katholiken betreffe, erinnerte Metropolit Hilarion daran, dass es schon den Fall in der Geschichte gab, als das Patriarchat von Konstantinopel die Union mit der Römischen Kirche unterschrieben habe. “ Es war auf dem Konzil von Ferrara- Florenz Mitte des XV. Jahrhunderts,- betonte der Hierarch.- Dann wurde die Union von den orthodoxen Landeskirchen und später von Konstantinopel selbst verworfen. Deshalb können wir nicht die Möglichkeit ausschließen, dass Konstantinopel in einseitiger Weise die Vereinbarung mit der Katholischen oder einer anderen Kirche treffen. Zumal sich der Patriarch von Konstantinopel in der letzten Zeit auf solche Weise ausdrückt, dass er über einige besondere Vorrechte verfügt, über die wir früher nicht gewusst haben, dass er diese Vorrechte von den Aposteln bekommen hat und über sie nicht sprechen will”.

Metropolit Hilarion legte fest, dass solche Meinungen schon zu den traurigen Ereignissen in der Ukraine geführt haben, als einseitig, wider Willen der Landeskirchen, ohne mit ihnen zu Rate zu gehen, Patriarch Bartholomäus den antikanonischen Tat begangen habe, die zur Spaltung in der orthodoxen Welt geführt habe.

“Es kann angenommen werden, dass sich die Spaltung der ökumenischen Orthodoxie in dem Maße vertieft, wie sich der Patriarch von Konstantinopel immer mehr isoliert fühlt, sich immer mehr in Höhe von den besonderen Rechten und Privilegien erhebt, die er sich angeeignet hat”,- sagte der Vorsitzende der Abteilung für kirchliche Außenbeziehungen.
Metropolit Hilarion nannte das große Problem des orthodox- katholischen Dialogs die Tatsache, dass sich in den Beziehungen mit der Römisch- Katholischen Kirche der Patriarch von Konstantinopel als das Oberhaupt der ganzen Orthodoxen Kirche darstelle. Besonders jetzt, nachdem innerhalb der Orthodoxen Kirche wegen der antikanonischen Schritte von Patriarchen Bartholomäus die eucharistische Einheit gebrochen worden sei, könne er weder die Russische Orthodoxe Kirche, die seiner in ihren Diptychen nicht gedenkt, noch andere Orthodoxe Kirchen, die mit seiner Politik nicht einverstanden seien, vertreten, betonte der Metropolit von Wolokolamsk und unterstrich: “ Er kann nur die Kirche von Konstantinopel vertreten. Er könnte auch solche Kirchen vertreten, die ihn dazu ermächtigen. Aber es ist nicht die Mehrheit der orthodoxen Gläubigen- es ist umgekehrt der geringe Teil von ihnen”.

Noch ein wichtiges Problem des Dialogs mit den Katholiken besteht darin, dass “ der Patriarch von Konstantinopel in den letzten Jahren nach bestem Vermögen versucht hat dieser Dialog dafür einzusetzen, seinen Primat in der Orthodoxen Kirche aufzuschwellen, der nicht mehr als der Primat der Ehre ist, und den in ein Ebenbild der päpstlichen Macht zu verwandeln, wie sie in der Römisch-katholischen Kirche existiert”,- legte der Vorsitzende der Abteilung für kirchliche Außenbeziehungen des Moskauer Patriarchats fest.

“In der Orthodoxie ist nie das einzige Oberhaupt für alle Orthodoxen Kirchen gewesen”,- unterstrich Metropolit Hilarion. Er wies darauf hin, dass diese neue Lehre, die jetzt aktiv von Konstantinopel propagandiert werde, die Unstimmigkeit in den orthodoxen Landeskirchen verursache und schon zur Spaltung geführt habe. Außerdem sei sie zum Grund dafür geworden, “ dass sich der orthodox-katholische Dialog tatsächlich völlig festgefahren sind”.

Kommunikationsamt der Abteilung für kirchliche Außenbeziehungen

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